Basteiaussicht

Foto vom 09.07.2017 - Copyright liegt beim Autor des Artikels

„Die Bastei-Aussicht verschwindet. Seit einem Jahr sind die letzten Meter des Plateaus gesperrt. Bald wird der Felsen umgebaut.“ So titelte die Sächsische Zeitung am 23.08.2017.

Weiter heißt es (Zitat):
Nun steht es fest: Nie wieder werden Besucher die vorderen zehn Meter der weltberühmten Aussicht auf dem Basteifelsen betreten. Bis zum Sommer hatte sich das sächsische Finanzministerium mit seinem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilienmanagement (SIB) Zeit ausgebeten, alle Untersuchungen zur Geologie des Felsens noch einmal genau zu prüfen. Das mit Wasser vollgesogene, poröse Gestein kann wohl nicht mehr stabilisiert werden.

Offen ist auch, wie es anschließend an der Basteiaussicht weitergehen kann. Das Finanzministerium hat nach SZ-Informationen signalisiert, langfristig nach einer guten Lösung für den Basteiblick suchen zu wollen. (Zitatende)

Einen ausführlichen Kommentar zum Thema veröffentlichte Stiegenfreund Arndt in seinem Blog bereits am 5. Februar 2017. Hier nachzulesen: “Bye-bye Bastei”
Dem ist von meiner Seite inhaltlich nichts hinzuzufügen.

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Stille Gründe und Massentourismus

Amselfall
Die nachfolgend beschriebene Wanderung im Basteigebiet (Sächsische Schweiz) führten wir in ähnlicher Form im letzten halben Jahr zweimal durch, mit völlig unterschiedlichen Eindrücken. Während wir zum Jahreswechsel – also im Winter – fast allein unterwegs waren, begegneten wir Anfang Juli dem Touristenstrom in Rathen und auf der Bastei. Eine ‚Winterempfehlung‘ möchte ich allerdings nur für Geübten aussprechen, da der Aufstieg durch den Hirschgrund bei Nässe oder Schnee nichts für Gelegenheitswanderer ist. Die Fotos wurden teilweise Ende Dezember 2016, teilweise Anfang Juli 2017 aufgenommen.

Zunächst die Kurzbeschreibung der Wanderung:
Start am Parkplatz in Rathewalde (mitten im Ort, derzeit ohne Parkgebühr) – Markierung blauer Strich Richtung Amselgrund/Rathen (Achtung: eventuell noch bestehende Umleitungshinweise beachten, da eine defekte Stützmauer am Anfang des Weges saniert werden muss) – Alte Mühle (Lochmühle) – Amselfallbaude/Amselfall – Amselsee, Markierung grüner Strich – Kurort Rathen – am Erbgericht elbabwärts Richtung Wehlen auf dem Elberadweg – Haldenweg – Hirschgrund – Fremdenweg, Markierung roter Punkt – Bastei(aussicht) – zurück Markierung gelber Strich – Markierung gelber Strich, Rathewalder Fußweg – Rathewalde, Parkplatz.

Gesamtlänge der Wanderung: ca. 10 km, etwa 3 – 4 h reine Gehzeit. Es ist ein beachtlicher Aufstieg durch den Hirschgrund über eine relativ kurze Wegstrecke zu bewältigen. Hier ist an einigen Stellen Trittsicherheit von Vorteil.

Für diese Wanderung empfehle ich die die Böhmkarte „Die Bastei“, Maßstab 1:10.000, die man leicht und mit kurzer Versandzeit bei Amazon bestellen kann.

unser GPS-Track auf einem OpenStreet Map Kartenausschnitt – Copyright: Creative Commons Attribution Share Alike-Lizenz 2.0

unser GPS-Track auf einem OpenStreet Map Kartenausschnitt – Copyright: Creative Commons Attribution Share Alike-Lizenz 2.0

Wir beginnen die Wanderung aLochmühlem Parkplatz direkt im kleinen Ort Rathewalde (siehe Open Street Map Kartenausschnitt). Der mit blauem Strich markierte Wanderweg bringt uns in das Tal des Grünbachs. Wegen Sanierungsarbeiten an einer Stützmauer muss man eventuell immer noch einen kleinen Umweg in Kauf nehmen (ist ausgeschildert). Oberhalb des Grünbachs verläuft der Weg an der Alten (Loch-) Mühle vorbei recht bequem bis zur Amselfallbaude und zum Amselfall. Bis hierher wird man selbst in der Wanderhochsaison nur wenige Leute treffen. Das ändert sich nun. Zwischen Amselfall und Niederrathen geraten wir in den Massentourismus – zumindest jetzt im Sommer und sicher auch noch im Herbst. Nach wenigen Minuten ist aber schon das Elbufer erreicht.  Weiterlesen

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Sandberge

Deathvlei in der NamibwüsteAls wir gegen 5.00 Uhr starten, ist es noch stockdunkel. Unser Ziel: das Sossusvlei mitten in der Namib-Wüste. Bis zum Eingang des Namib-Naukluft-Nationalparks bei Sesriem müssen wir von unserer Lodge aus etwa eine Stunde Fahrzeit einplanen. Zum Sonnenaufgang wollen wir die hohen Sanddünen erreichen, um ein einmaliges Naturschauspiel zu erleben. Die besten Fotos der teilweise über 300 Meter hohen Sanddünen gelingen bei tief stehender Sonne am frühen Morgen oder am Abend, wenn der Schatten – wie mit einem Lineal gezogen – die Dünen in einen Licht- und einen dunklen Schattenbereich teilt. Wer nicht im Namibia Wildlife Resorts übernachtet, muss vor einer Schranke warten, bis der Parkwächter die Einfahrt zum Sonnenaufgang gestattet. Als wir an der Schranke ankommen, stehen dort bereits einige Autos. Die Sonne geht auf. Die Schranke bleibt geschlossen. Weshalb? Keiner weiß das so genau. Die Macht der Verwaltung? Kennen wir doch aus unserem Heimatgebirge. Endlich, nach etwa 30 Minuten Wartezeit wird uns die Einfahrt gestattet. Unser Guide tritt kräftig auf das Gaspedal und wir fahren auf der zunächst noch gut befahrbaren Sandpiste in die Wüste hinein. Und schaffen es gerade noch so, um die begehrten Aufnahmen machen zu können.

Sanddünen in der Namibwüste Sanddünen in der Namibwüste

Einige Kilometer später endet die gut befahrbare Trasse. Weiter geht es nur noch mit dem Allradjeep und am besten mit einem Fahrer, der die Strecfestgefahrenke kennt. Wir steigen also um in ein Fahrzeug der Nationalparkverwaltung. Wie gut diese Entscheidung ist, merken wir wenig später, als wir die erste ‚Selbstfahrerin‘ treffen, die im Wüstensand feststeckt. Unser routinierter Fahrer bringt den Wagen zwar schnell wieder frei, aber die beiden jungen deutschen Touristinnen haben ihre liebe Mühe und Not, um den Endpunkt der befahrbaren Strecke im Sossusvlei zu erreichen.

Das Sossusvlei ist eine von hohen Sanddünen umschlossene Salz-Ton-Pfanne, die sich nur in seltenen Regenjahren mit Wasser füllt. Dann bildet sich sogar für kurze Zeit ein See am Ende des Vleis. Sossus bedeutet in der Sprache der Nama „blinder Fluss“ und bezieht sich auf die Tatsache, dass der aus einer Gebirgsregion im Landesinneren kommende, in Richtung Atlantik fließende Fluss Tsauchab beim Sossusvlei in den Sanddünen der Namib – rund 50 km vor dem Atlantischen Ozean – versandet. Weiterlesen

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Teufelsschlüchte und Bergpfade

Spektakulärer Aussichtspunkt auf dem Bergpfad durch die Stillen Gründe

Wir waren zuletzt – und werden es hoffentlich in nächster Zeit immer wieder einmal sein – mit kleineren Kindern zu Wanderungen in der Sächsischen Schweiz unterwegs. Die Streckenführung sollte bei solchen Touren interessant sein und immer wieder für Abwechslung sorgen, kleine Kraxeleien und/oder „Höhlenerforschungen“ bieten dafür beste Gelegenheiten. Zum Eignungstest liefen wir am letzten Sonntag bei herrlichem Wetter die folgende, nicht allzu lange, dafür aber sehr abwechslungsreiche Runde.

Zunächst die Kurzbeschreibung der Wanderung:
Start am Parkplatz in Uttewalde (direkt hinter dem Ortseingangsschild, derzeit ohne Parkgebühr) – durch den Ort bis zum Gasthof Uttewalde – Beschilderung Uttewalder Grund in südliche Richtung folgen – Abstieg in den Uttewalder Grund – am Gasthof Waldidylle vorbei Richtung Stadt Wehlen (Markierung grüner Strich, später roter Punkt) – Wehlener Grund, Abzweig Teufelsgrund – Rundgang über Teufelsschlüchte – Teufelsgrund und zurück zum Ausgangspunkt im Wehlener Grund – Fahrweg Richtung Grögers Gut – Steinrückenweg – Bergpfad durch die Stillen Gründe (grüner Pfeil) – Bergpfad Griesgrund (grüner Pfeil) – Steinerner Tisch – Wehlstraße – Holzengrund – Müllersteig – Kluftsteig (gelber Strich) – Uttewalde – am Gasthof vorbei wieder zurück zum Parkplatz.


Gesamtlänge der Wanderung: ca. 10,5 km, etwa 3 h reine Gehzeit. Es ist ein beachtlicher Aufstieg durch den Griesgrund über eine relativ kurze Wegstrecke zu bewältigen. Auf den Bergpfaden ist an einigen Stellen Trittsicherheit und auf dem Bergpfad durch die Stillen Gründe (an einer Stelle) Schwindelfreiheit von Vorteil.

Für diese Wanderung empfehle ich die die Böhmkarte „Die Bastei“, Maßstab 1:10.000, die man leicht und mit kurzer Versandzeit bei Amazon bestellen kann.

unser GPS-Track auf einem OpenStreet Map Kartenausschnitt – Copyright: Creative Commons Attribution Share Alike-Lizenz 2.0

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