Teufelsschlüchte und Bergpfade

Spektakulärer Aussichtspunkt auf dem Bergpfad durch die Stillen Gründe

Wir waren zuletzt – und werden es hoffentlich in nächster Zeit immer wieder einmal sein – mit kleineren Kindern zu Wanderungen in der Sächsischen Schweiz unterwegs. Die Streckenführung sollte bei solchen Touren interessant sein und immer wieder für Abwechslung sorgen, kleine Kraxeleien und/oder „Höhlenerforschungen“ bieten dafür beste Gelegenheiten. Zum Eignungstest liefen wir am letzten Sonntag bei herrlichem Wetter die folgende, nicht allzu lange, dafür aber sehr abwechslungsreiche Runde.

Zunächst die Kurzbeschreibung der Wanderung:
Start am Parkplatz in Uttewalde (direkt hinter dem Ortseingangsschild, derzeit ohne Parkgebühr) – durch den Ort bis zum Gasthof Uttewalde – Beschilderung Uttewalder Grund in südliche Richtung folgen – Abstieg in den Uttewalder Grund – am Gasthof Waldidylle vorbei Richtung Stadt Wehlen (Markierung grüner Strich, später roter Punkt) – Wehlener Grund, Abzweig Teufelsgrund – Rundgang über Teufelsschlüchte – Teufelsgrund und zurück zum Ausgangspunkt im Wehlener Grund – Fahrweg Richtung Grögers Gut – Steinrückenweg – Bergpfad durch die Stillen Gründe (grüner Pfeil) – Bergpfad Griesgrund (grüner Pfeil) – Steinerner Tisch – Wehlstraße – Holzengrund – Müllersteig – Kluftsteig (gelber Strich) – Uttewalde – am Gasthof vorbei wieder zurück zum Parkplatz.


Gesamtlänge der Wanderung: ca. 10,5 km, etwa 3 h reine Gehzeit. Es ist ein beachtlicher Aufstieg durch den Griesgrund über eine relativ kurze Wegstrecke zu bewältigen. Auf den Bergpfaden ist an einigen Stellen Trittsicherheit und auf dem Bergpfad durch die Stillen Gründe (an einer Stelle) Schwindelfreiheit von Vorteil.

Für diese Wanderung empfehle ich die die Böhmkarte „Die Bastei“, Maßstab 1:10.000, die man leicht und mit kurzer Versandzeit bei Amazon bestellen kann.

unser GPS-Track auf einem OpenStreet Map Kartenausschnitt – Copyright: Creative Commons Attribution Share Alike-Lizenz 2.0

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Bike Trial im Elbsandstein

Unkommentiert:

 

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Kommärz(enbecher)

Märzenbecher in voller BlüteDie Blüte der Frühlingsknotenblume (Leucojum vernum), auch Märzenbecher, Märzbecher, Märzglöckchen oder Großes Schneeglöckchen genannt, lockt jedes Jahr im März Scharen von Wanderern und Naturfreunden in das obere Polenztal. Besonders an den Märzenbecherwiesen in unmittelbarer Nähe der Bockmühle (gehört zum Ortsteil Cunnersdorf, Gemeinde Hohnstein) ist die Blütenpracht zu bewundern. Nachdem das Wochenende Mitte März völlig verregnet war, wollten wir das Naturschauspiel am vergangenen Sonntag bewundern.

Mit einem etwas mulmigen Gefühl ob der zu erwartenden Menschenmengen starteten wir am Sonntag nach dem Mittag in Richtung Stolpen. Zwei große Parkplätze zu beiden Seiten der Bockmühle sollen die Autos am Hinabfahren ins Polenztal hindern. Wir stellen unser Auto also nördlich der Mühle auf der eigens dafür vorgesehenen und gut gefüllten Parkfläche auf einer Wiese ab, zahlen den moderaten Preis von einem Euro als Gebühr und laufen ins Tal. Zu sehen ist zunächst noch nichts, nur zu hören. Der Gesang deutscher Schlagerbarden vermittelt so etwas wie Jahrmarkstimmung. Als erstes bekommen wir dann auch die bunte Hüpfburg neben der Bockmühle zu Gesicht. Eine lange Schlange wartet am Ausschank des Freisitzes auf Trink- oder Essbares. Schnell weiter.

Nach dem Studium der Hinweistafel, das ich hiermit ausdrücklich empfehle, stehen wir bereits an der ersten Märzenbecherwiese. Das hier angebrachte Schild mit dem Betretungsverbot stört mich nicht. Immerhin scheinen es auch alle der uns begegnenden Naturwanderfreunde zu beachten. Es werden hunderte Märzenbecherfreunde, die uns in den nächsten Minuten begegnen. In der Nähe der Polenz führt der Wanderweg so nahe an die Wiesen heran, dass man auch mal ein paar Makroaufnahmen machen kann, ohne auf die Wiese zu laufen.

  

Den Wanderweg kann man stellenweise nicht als solchen bezeichnen. Es geht mehrmals durch tiefen Morast. Gut beraten sind diejenigen, die ihre Wanderschuhe angezogen haben. Die Wegstrecke neben den Märzenbecherwiesen ist nicht allzu lang. Wir verlassen das Polenztal bald wieder und folgen dem ‚Märzenbecherrundweg‘, der uns zur Bockmühle zurückbringt. Die Warteschlange ist nicht kürzer geworden, den deutschen Schlagerbarden hat die Stimme auch noch nicht versagt, also laufen wir gleich weiter zu unserem Parkplatz.

Fazit:
Sehenswert ist die Blütenpracht der Frühlingsknotenblume im oberen Polenztal auf jeden Fall. Wer die Möglichkeit hat, sollte die kleine Wanderung besser auf einen Wochentag legen oder es vielleicht am frühen Vormittag am Wochenende versuchen. Andernfalls verbringt man die Stunde in der Natur umringt von mehreren hundert Menschen, so wie es uns erging. So etwas nennen wir „Basteifeeling“.

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(K)ein Kunstwerk auf Beton?

Die Idee zu dieser Wanderung entstand nach dem Lesen eines Forumsbeitrags auf Sandsteinwandern.de. Verwiesen wurde auf einen Artikel in der Sächsischen Zeitung, der sich mit der Katze auf dem Katzfels beschäftigt. Genau diese Katze wollten wir uns anschauen. Katzenstein und der auf dem langgezogenen Gipfel stehende Katzfels sind recht einfach vom Ort Cunnersdorf (Sächsische Schweiz) aus erreichbar. Da ich in den letzten Jahren aber mehrfach rund um den Katzstein unterwegs war – die Dicke Berta ist einer meiner bevorzugten Felsen zum Üben leichter Kletterwege – starteten wir von Bielatal aus.

Katze auf dem Katzfels

Zunächst bestiegen wir den abseits touristischer Hauptwanderwege liegenden Lampertsstein mit seiner wirklich spektakulären Aussicht auf die großen Tafelberge.

Kletterer am Lampertshorn

Kletterer am Lampertshorn

Der Vorteil dieser Aussicht: Man schaut von Süden auf die Felslandschaft von Königstein, Lilienstein und Pfaffenstein und hat damit die Sonne am Vormittag/Mittag im Rücken, was jeden Fotografen freut. Die Chance, die Aussicht allein oder fast allein zu genießen, ist recht hoch. Wir trafen jedenfalls am späten Sonnabendvormittag fast keine anderen Mitwanderer, nur ein paar Kletterer am Lampertshorn (kleiner Nebeneffekt der Wanderung: die Besichtigung der leichteren Wege an eben diesem Felsen). Nach dem Abstieg vom Lampertsstein folgten wir der Markierung gelber Strich, die uns über bequeme Wege zum Katzstein brachte. Die Aussicht vom Schneebergblick ist zwar sehr schön, jedoch schaut man um die Mittagszeit direkt gegen die Sonne.

Aufstieg Lampertsstein Aussicht vom Lampertsstein Blick zum Pfaffenstein mit der Barbarine Lampertshorn Alter Weg
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Skisaison 2016/2017 – ein kurzer Rückblick

total zugefroren (unser Auto?)

Der meteorologische Winter geht heute zu Ende. Immerhin gab es einen, den man als solchen bezeichnen kann. Zur Freude aller Ski-Fans, zu denen wir uns auch zählen, hatte es im Januar ausreichend geschneit. Im Osterzgebirge betrug die Schneedecke zeitweise über einen halben Meter, selbst im Flachland konnten wir nördlich Dresdens etwa 15 Zentimeter Schnee registrieren, was zu einer (ganz) kurzen Skisaison genutzt wurde. Ich berichtete vom Loipennetz in Hermsdorf in meinem Januarbeitrag.

Auf den Wetterseiten liest sich der Rückblick nicht so positiv. „Der Winter 2016/17 ist sehr sonnig gewesen und teilweise so trocken wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Dafür war er der kälteste seit vier Jahren. Vor allem im Januar gab es regional wochenlang Dauerfrost und Schnee“, berichtet wetteronline.de.

Die Temperaturen im Rückblick gibt es ebenfalls auf wetteronline.de, die Eistage des letzten Winters kann man auf einer Karte bei winterchronik.de ablesen.

GeisingLeider schmolz die weiße Pracht im Mittelgebirge vor unserer Haustür bereits Mitte Februar deutlich zusammen. So konnte ich am 12.02. den Schlepplift in Geising letztmalig nutzen, eher er in der folgenden Woche den Betrieb wegen Schneemangels einstellen musste. Gegenwärtig ist nur noch im Gebiet des 905 Meter hohen Kahlebergs Skilanglauf bedingt möglich. Der Schlepplift in Altenberg wird wohl in wenigen Tagen schließen müssen, denn Schnee ist bei den derzeitigen Temperaturen nicht in Sicht.

Unseren Winterurlaub verbrachten wir Ende Januar/Anfang Februar in Pertisau am Achensee. Das dortige Skigebiet hatten wir seit unserem Urlaub 2011 in sehr guter Erinnerung behalten. Wir fanden bei unserer Anreise 60 Zentimeter Schnee und ‚Kaiserwetter‘ vor. Letzteres hielt allerdings nicht allzu lange. Danach erwartete uns fast jeden Tag eine andere Wetterüberraschung. Von Regen über Nebel im Tal und Sonne auf dem Berg war alles dabei. Einige Impressionen zeigen die folgenden Fotos. Einen ausführlichen Bericht zu den sehr schönen Loipen in die Hochgebirgstäler des Karwendels hatte ich bereits vor sechs Jahren geschrieben. Alle Loipen wurden täglich bestens präpariert.

Loipen in Pertisau am Achensee Weiterlesen

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