Bergpfad im Bielatal?

00-titel-bielatalDer November ist für viele Wanderer sicher nicht der bevorzugte Monat, um dem Hobby nachzugehen. Die Wochen am Ende des Jahres bringen aber einige Vorteile für uns: Wegen des fehlenden Laubs an den Bäumen gibt es viele „Durchblicke“, die man im Frühjahr oder Sommer nicht hat, und es sind meist (fast) keine Kletterer unterwegs.

der 'Nasse Stein'

der ‚Nasse Stein‘

Das bietet mir die Möglichkeit, den einen oder anderen Felsen in Ruhe zu suchen und die leichten (oder besser ganz leichten) Kletterwege mit meinen (sehr geringen) Fähigkeiten im Felsklettern abzugleichen.

Besonders im Bielatal kann man jetzt also in Ruhe Wege begutachten. Ziel unserer kleinen Tour sollte der Glasergrund sein, Start war am kostenfreien Parkplatz oberhalb der Schweizermühle. Zunächst wollten wir zur Kanzelturmaussicht laufen, um von oben einen Blick auf den ‚Nassen Stein‘ zu werfen.

Plötzlich wurden wir unterwegs auf eine Markierung am Baum aufmerksam, die (fast) wie ein Bergpfadsymbol aussah. Normalerweise gibt es ausgewiesene Bergpfade mit dem grünen Pfeil nur im Nationalpark Sächsische Schweiz. Wo führt dieser Pfad hin? Wie lange gibt es die Markierung schon? Nach meinen Recherchen müssen die „Grünen Pfeile“ entweder im Herbst 2013 oder im Frühjahr 2014 angebracht worden sein. Wie man auf diesem Foto vom 18. August 2013 (im Zoom) erkennen kann, war der Durchgang zu den Herkulessäulen noch mit einem gelben Punkt markiert. Am 14.03.2014 gibt es im Forum auf Sandsteinwandern.de den für mich ersten Hinweis auf die neuen Markierungen. Wie ich erst jetzt auf meinen Fotos vom Stiegenbau der IG-Freunde im Juni 2015 beim genauen Betrachten feststellte, gab es die Markierungen auch schon zu diesem Zeitpunkt auf dem Abstieg zum Schraubenkopf. War mir damals gar nicht aufgefallen.

Da wir ein anderes Ziel hatten, versuchten wir, ‚nebenbei‘ den Verlauf der Bergpfadmarkierungen zu erkunden. So ganz gelang es uns aber nicht.

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Auf dem Ausschnitt einer Open Street Map Karte habe ich den Verlauf des Bergpfades eingetragen, Anfang und Ende fehlen jedoch. Bleibt die Frage nach dem vollständigen Wegverlauf. Wer kennt ihn? Weiterlesen

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Düschdsch diessch

Kipphornaussicht

Kipphornaussicht: trübes Wetter statt ‚Goldener Oktober‘

Ich hatte zum Geburtstag einen Gutschein für den Besuch der Gaststätte auf dem Großen Winterberg erhalten und stand nun vor einem Problem: Die Bergwirtschaft & Herberge „Großer Winterberg“ schließt am 31.10.2016 ihre Pforten. Wahrscheinlich für immer oder zumindest für eine (sehr) lange Zeit.

Trotz der nicht gerade vielversprechenden Wetteraussichten entschlossen wir uns am vergangenen Sonntag zu einer Wanderung auf den Großen Winterberg. Natürlich sollte die Tour einigermaßen interessant werden.

Deshalb hier zunächst die Kurzbeschreibung:
Start am Parkplatz etwa einen Kilometer vor Schmilka (kostenpflichtig, derzeit 3 Euro für die Tageskarte) – Holzlagerplatzweg – Aspenbloß (oder jetzt Aspenbloss?) – Aufstieg Breite Kluft – Oberer Terrassenweg bis Rotkehlchenstiege – Zurückesteig (Markierung blauer Strich) – Reitsteig (Markierung blauer Strich) – Großer Winterberg – Winterbergstraße (Markierung roter Punkt) bis Kipphornaussicht – zurück bis Abzweig Bergsteig – Bergsteig (Markierung grüner Strich) bis kurz vor Schmilka – unmarkierter Waldweg bis Holzlagerplatzweg und diesen zurück zum Parkplatz.

Gesamtlänge der Wanderung: knapp 13 km, ca. 4 h reine Gehzeit. Es ist ein beachtlicher Auf- (Aspenboß) und Abstieg (Bergsteig) über eine relativ kurze Wegstrecke zu bewältigen. Für den Oberen Terrassenweg ist an einigen Stellen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit von Vorteil.

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Unsere Wanderung auf dem Kartenausschnitt einer Open Street Map Karte – Copyright: Creative Commons Attribution Share Alike-Lizenz 2.0

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Ein echter Hingucker

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zum Online-Angebot…

Wegen der großen Nachfrage auf dem Kirnitzschtalfest könnt ihr ab sofort in meinem Shop das begehrte T-Shirt „Niemand hat die Absicht…“ bestellen.

Damit besitzt ihr nicht nur einen echten Hingucker, sondern unterstützt auch unsere Ziele. Die Erlöse werden natürlich in voller Höhe der IG-Arbeit zugutekommen. Also schnell zugreifen, denn der Vorrat ist begrenzt.

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Goldene Sande

Bulgarien: Goldstrand wird zum neuen Ballermann

Slatni pjasazi – Goldene Sande, wie der bekannte Urlaubsort an der bulgarischen Schwarzmeerküste heißt, verkommt zum neuen Ballermann. Ein Video zum Fremdschämen.

Von erfreulicheren Begebenheiten wird noch zu berichten sein, wie dem Besuch im Steinwald

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und der Wanderung zum ehemaligen Höhlenkloster Aladža manastir (Aladscha).

aladscha

Mehr also in einigen Tagen…

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Unmarkiert auf Papst- und Kleinhennersdorfer Stein (2)

Felsen auf dem Gipfel des Kleinhennersdorfer Steins

Im vorhergehenden Blogartikel hatte ich den Aufstieg zum Papststein über den Förstersteig und den Abstieg über den Hunskirchensteig beschrieben.

Nach dem Abstieg vom Papststein geht es recht gemütlich auf der Alten Rietzschgrundstraße zunächst in nördlicher und später in östlicher Richtung weiter bis zum Abzweig in den Suppelsgrund. Dieser würde uns absteigend in den Kurort Gohrisch führen. Wir laufen aber weiter leicht links bergan und gehen in nordwestlicher Richtung zum Fuß des Kleinhennersdorfer Steins. Der breite Weg macht nach kurzer Wegstrecke einen scharfen Knick in östliche Richtung. Wenig später erreichen wir einen überdachten Rastplatz (Holzbänke und Tisch). Genau hier beginnt unser Aufstieg zum Plateau des Kleinhennersdorfer Steins.

Auf der Böhmwanderkarte ‚Festung Königstein und die Tafelberge‘, 1:10.000 wird der abzweigende Weg ‚der Kessel‘ genannt. Der zunächst recht breite Weg steigt mäßig an, wird zu einer Pfadspur und scheint laut Karte nicht direkt auf den zerklüfteten Gipfel zu führen. In der Natur geht der Pfad aber tatsächlich bis auf das Plateau hinauf. Wir wollen auf dem breiten Gipfel einen Abstecher zum Schusterbänkel machen. Dazu halten wir uns links und gehen etwa 100 Meter in westlicher Richtung. Bald sehen wir die Felsgruppe vor uns. Mit einer kleinen Kraxelei (von Klettern will ich hier nicht sprechen) gelangen wir zum Gipfelpunkt mit schöner Aussicht zum Papststein mit den Hunskirchen. Am Schusterbänkel befindet sich ein Geocache, wie ich zufällig entdecken konnte.

Aufstieg durch 'den Kessel' Schusterbänkel Schusterbänkel mit Geocache Abstieg zum Räuberhöhlenturm

Räuberhöhlenturm

Räuberhöhlenturm

Nach dem Abstieg vom Schusterbänkel wählen wir als Rückweg den schmalen Felsdurchgang zum Räuberhöhlenturm (siehe Foto oben).

Alternativ könnte man natürlich auch in südlicher Richtung den Abstieg wählen und die drei bekannten Höhlen am Kleinhennersdorfer Stein besichtigen, die ich in einer Rundwanderung bereits kurz beschrieben habe. Vom Räuberhöhlenturm führt uns ein steiler Kletterzugang zurück an den Rastplatz am Eingang ‚des Kessels‘. Wie auf dem Hinweg erreichen wir über den Abzweig Suppelsgrund schließlich die Alte Rietzschgrundstraße, die uns zurück zum Parkplatz am ‚Galgen‘ führt.

Der Weg über den Kleinhennersdorfer Stein auf dem Kartenausschnitt einer Open Street Map Karte - Copyright: Creative Commons Attribution Share Alike-Lizenz 2.0

Der Weg über den Kleinhennersdorfer Stein auf dem Kartenausschnitt einer Open Street Map Karte – Copyright: Creative Commons Attribution Share Alike-Lizenz 2.0

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