Neues aus den Medien

Online

Die IG Stiegen- und Wanderfreunde ist seit wenigen Tagen auf Instagram präsent. Reinschauen lohnt sich, allerdings ist dazu ein eigener Account notwendig.

Gedruckt

Kürzlich erhielt ich ein Ansichtsexemplar des Reiseführers „Sächsische Schweiz mit Dresden. Der Reiseführer für individuelles Entdecken von Detlef Krell enthält einen Verweis auf meine Website zwillingsstiege.de. Nach dem Studium des handlichen Exemplars werde ich eine Kurzrezension an dieser Stelle veröffentlichen.

Plakatiert

Dem katastrophalen Zustand der Wanderwege in der Hinteren Sächsischen Schweiz Rechnung tragend, hat die Nationalparkverwaltung Hinweistafeln im betroffenen Gebiet mit einem QR-Code ausgestattet, über den sich der Wanderfreund über gesperrte und unpassierbare Wege informieren kann (oder soll?). Ich empfehle zu diesem Zweck das Wegeforum auf sandsteinwandern.de.

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Wege weg, jetzt auch digital

Blick vom Großen Teichstein
Der Sächsischen Schweiz gehen die Wege aus. Sie verschwinden nicht nur in der Natur, sie sind plötzlich auch auf den digitalen Open Street Map Karten nicht mehr zu sehen. Je nach Version der eigenen GPS-App findet man sie in manchen Gebieten bei „Komoot“ noch eingetragen oder eben nicht. Diese Erfahrungen sammelten wir in den letzten Wochen mehrfach.

Aber der Reihe nach:
Drei heiße und trockene Jahre und ein kleiner Käfer, der allgemein als Borkenkäfer bekannt wurde, haben den von Menschen angepflanzten Fichtenwäldern so stark zugesetzt, das ganze Waldflächen mittlerweile abgestorben sind. Selbst bei Windstelle brechen tote Fichten in Sekunden zusammen, wie wir es selbst erleben mussten. Zum Glück passierte das etwa einhundert Meter von unserem Standort entfernt.

In der Hinteren Sächsischen Schweiz – speziell im Bereich zwischen dem Kleinen Zschand und Hinterhermsdorf – wurden in den letzten Monaten immer mehr Wanderwege unpassierbar. Mächtige Fichtenstämme legten sich quer über die Wege. Wir nennen das „Fichtenmikado“. Ein Foto aus dem Großen Zschand zeigt, weshalb diese Bezeichnung ihre Berechtigung hat.

Fichtenmikado

Fichtenmikado im Großen Zschand

Malerweg unterhalb des Großen PohlshornsViele Berichte unserer Wanderfreunde hatten uns schon auf die Situation aufmerksam gemacht. Wir wollten uns selbst einen Eindruck von der Situation verschaffen. Auf drei Wanderungen im Gebiet zwischen den Pohlshörnern und dem Kleinen Zschand sammelten wir Eindrücke, die unsere Vorahnungen noch weit übertrafen.

Ich werde an dieser Stelle die Wanderungen nicht beschreiben, denn zur Nachahmung empfehlen können wir sie nicht. Vielmehr möchte ich mit einer ganzen Reihe von Fotos den Zustand der Wege im März und April des Jahres 2021 dokumentieren, immer unter Beachtung der Tatsache, dass es sich hier nur um Momentaufnahmen handelt. Einerseits ist der Sachsenforst mit der Beräumung und dem Freischneiden der (Haupt-)Wanderwegen beschäftigt, andererseits verschlechtert sich der Zustand des Wegenetzes durch den Zusammenbruch vieler weiterer abgestorbener Bäume fast täglich. Weiterlesen

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Skitour in den Frühling über zwei Achttausender

Biwakkuppe - Gipfelbuch
Kurz vor dem kalendarischen Frühlingsbeginn hatte es im Osterzgebirge nochmals kräftig geschneit. Wegen der immer noch geltenden Coronabeschränkungen war ich zunächst skeptisch, ob sich eine Fahrt nach Zinnwald lohnen würde. Doch dann stellte ich ganz erstaunt fest, dass am 18.03.2021 zwei Loipen gespurt waren. Na dann, nichts wie los.

tief verschneiter Kamm des Osterzgebirges zum Frühlingsanfang 2021

tief verschneiter Kamm des Osterzgebirges zum Frühlingsanfang 2021

Für den Sonnabend (20.03.) waren die Wetteraussichten in der Vorhersage ganz ordentlich: Sonne-Wolken-Mix und einige Schneeschauer bei -7 °C. Blieb die Frage: Wollen wir auf die Kahlebergloipe oder lieber in die Loipe um die Scharspitze oder vielleicht auf beide?

Ich hatte die Vermutung, dass nach der langen Abstinenz viele Skifreunde die vielleicht letzte Chance in dieser Saison zu einer Langlauftour nutzen wollten. Da die Kahlebergloipe den meisten bekannt und vom Parkplatz in Zinnwald leicht zu erreichen ist, entschieden wir uns für die Scharspitze.

Als wir kurz nach 10.00 Uhr auf dem Parkplatz in Zinnwald ankommen, ist dieser fast vollständig belegt. Dann also auf keinen Fall Richtung Kahleberg.

Wir überqueren mit unseren „Langläufern“ in der Hand die B170 kurz vor der tschechischen Grenze, die von mehreren Einsatzkräften für die Grenzkontrolle gut überwacht wird. Der Zubringer zur Rundloipe um die Scharspitze ist gut präpariert. Dann kann es ja losgehen!

Loipe L5 - rund um die Scharspitze

Loipe L5 – rund um die Scharspitze

Auf der Homepage Altenberg.de liest sich die Wegbeschreibung so (Zitat):

Zubringer zur LoipeLoipe L5 - rund um die Scharspitze„…Start ist unmittelbar am K-Flügel (Geisinger Seite). Sie folgen der Loipe parallel zum K-Flügel und biegen dann links in den Mauswieselweg ab. Achtung! Steile Abfahrt. … Halten Sie sich halbrechts und biegen auf die Neue Straße ab, so folgen Sie weiter der Loipe L5. Am Ende der Abfahrt halten Sie sich rechts und folgen weiterhin der Neuen Straße. An der Kreuzung Neue Straße/K-Flügel haben Sie die Möglichkeit über Z5 und den Skihang Geising nach Geising zu gelangen. Weiter der Neuen Straße folgend gelangen Sie an die Kreuzung Langer Gassenweg/Neue Straße/Goldhahnweg….Rechts abbiegend geht die Loipe auf dem Langen Gassenweg Richtung K-Flügel. Nach ca. 300 Metern biegen Sie links in den Lerchenweg ab und folgen hier der Ausschilderung bis zum K-Flügel, diesen überqueren Sie, biegen links ab und gelangen somit zum Startpunkt der Rundloipe.“ (Zitatende)

GefälleDie Loipe ist immer gut markiert. Der Beschreibung ist nicht viel hinzuzufügen, nur die kleine Korrektur, dass die Abfahrt schön lang und nicht besonders steil ist. Die Warnung mit dem Ausrufezeichen gilt wohl für Anfänger, die zum ersten Mal auf den schmalen Skiern stehen.

Wir nutzen den Abzweig zum Skihang Geising. Etwas wehmütig schaue ich den Hang hinunter und auf den „Schlepplift außer Betrieb“. Abfahrtshang GeisingIch habe in den letzten Jahren nie so viel Schnee auf dem Hang gesehen und kann die Abfahrt nicht nutzen. Aber es gibt da doch noch eine Möglichkeit zur Abfahrt für mich, dazu später mehr. Wir beenden unsere erste Runde und sind uns einig, dass 6,5 Kilometer zu wenig sind für eine Langlauftour. Also hängen wir noch eine zweite Runde dran oder besser gesagt, wir zweigen auf der zweiten Runde ab und besteigen per Ski zwei Achttausender.

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Ende des Flachlandwinters

zwischen Hermsdorf und Medingen unterwegs

Es hatte tatsächlich geschneit. Direkt vor unserer Haustür lagen mehr als 20 Zentimeter Schnee. Bei Nachttemperaturen im zweistelligen Minusbereich und Dauerfrost am Tag blieb uns die weiße Pracht einige Tage erhalten. Dann herrschte an diesem Sonntag (13. Februar 2021) auch noch Kaiserwetter. Uns hielt nichts mehr zu Hause, nur im 15 Kilometer Umkreis. Denn die restriktiven Coronamaßnahmen im Landkreis Bautzen galten immer noch. Obwohl der sogenannte Inzidenzwert bereits seit vier Tagen deutlich unter der (willkürlich) festgelegten Marke von 100 lag, sollten wir unser Haus möglichst nicht verlassen. Aber das ist nicht unser Thema.

idyllische Winterlandschaft
kleine Abfahrt in Hermsdorf (Ottendorf-Okrilla)kleine Abfahrt in Hermsdorf (Ottendorf-Okrilla)An diesem Tag wollten wir ein Gebiet mit Skiern erwandern, welches wir in Kindertagen als „Abfahrtsgelände“ kannten. Denn unsere Heimat ist kein Flachland im eigentlichen Sinn, sondern besteht überwiegend aus kleinen Hügeln und Kuppen. Für Kinder bis etwa 10 Jahre also durchaus ein geeignetes Gelände zum Ski- oder Schlittenfahren, wie wir das Rodeln nennen. Weiterlesen

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Wintersaison(?)

Anfang November 2020 hatte ich meine Abfahrtsskier zum Service gebracht. Einige Tage später stellte ich sie mit frisch geschärften Stahlkanten und präparierter Laufsohle in den Keller. Mit großer Vorfreude erwartete ich den ersten Schnee. Der kam zunächst nicht. Dafür der nächste Lockdown.

Als es im Erzgebirge endlich zu schneien begann, blieben die Lifte stehen. Im Januar einigten sich die Betreiber mit dem zuständigen sächsischen Ministerium darauf, dass die Lifte in dieser Saison nicht mehr eingeschaltet werden sollen. Dafür erreichte mich eine Mail vom Bergverlag Rölke mit den besten Wünschen für ein gesundes neues Jahr mit erlebnisreichen Wanderungen, Ski- und Bergtouren. Ich zitiere den weiteren Text kurz: „Jetzt in der Winterszeit hoffen wir, dass unsere Langlaufgebiete bald wieder uneingeschränkt zugänglich sein werden und möchten Ihnen unseren Skitourenführer für das Osterzgebirge empfehlen. Aktuell liegen rund um Altenberg knapp 20 cm Schnee, die Loipen sind gespurt und es herrschen erfreulich gute Langlaufbedingungen.“

Also die Loipen sind ja wenigstens gespurt. Dann holen wir unsere Cruising Skier aus dem Keller. Aber halt, unser Landesvater hat uns doch eine Ausgangssperre und einen Bewegungsradius von 15 Kilometer verordnet, von der Wohnadresse aus, wohlgemerkt. Leider liegt das Osterzgebirge etwa 50 Kilometer von meiner Wohnung entfernt.
Auch in der Oberlausitz hatte es nach dem 10. Januar reichlich geschneit. In Steina und in Neukirch am Valtenberg wurden die Loipen präpariert, wie man am 15.01.2021 auf der Steinaer Homepage nachlesen konnte: „In Steina herrschen gute Wintersportbedingungen. Es sind ca. 15 km Langlaufloipen gespurt. Skilangläufer können wieder ihrem Hobby nachgehen, solange sie sich im Radius von 15 km vom Wohnort bewegen.“

Der MDR meldete am 13.01.2021 auf seine Homepage  „Unterwegs im Pistenbully – Frische Loipen am Valtenberg gespurt… Die alpine Skisaison in Sachsen ist abgeblasen worden. Darauf hat sich am Dienstag Tourismusministerin Barbara Klepsch mit den Liftbetreibern verständigt. Skilangläufer allerdings dürfen ihrem Hobby weiter nachgehen, solange sie sich im Radius von 15 Kilometern vom Wohnort bewegen. Am Valtenberg in Neukirch in der Lausitz sind deshalb am Mittwochmorgen die Loipen frisch gespurt worden.“ Schöne bunte Foto veranschaulichen den Inhalt.

Merken die Journalisten eigentlich noch irgendetwas? Altenberg veröffentlicht wenigstens keine aktuellen Fotos und Schneehöhen.

Lange waren wir hin- und hergerissen, ob wir bis nach Steina und damit leicht außerhalb unseres zugewiesenen Bewegungsraums fahren, aber dann begann es bei uns zu schneien.

Etwa 10 Zentimeter Neuschnee lag auf den Feldern vor unserem Heimatort. Dann nichts wie los. Einige Enthusiasten hatten bereits vorgespurt. So wurde es dann doch noch ein Skivergnügen einen ganzen Nachmittag lang.

Hoffen wir, dass die Skiläuferin am Ende des Beitrags nur dem Sonnenuntergang entgegenfährt und nicht schon dem Ende unserer Skisaison, denn zwischenzeitlich ist die weiße Pracht vor der Haustür schon wieder Geschichte.

 

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